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Wadenzerrung

Die Wade ist der hintere, große Muskel des Unterschenkels. Naturgemäß wird die Muskelzerrung an der Wade

Wade sowohl im Alltag als auch beim Sport ziemlich stark belastet, denn schließlich steht und läuft der Mensch auf seinen Füßen und die Wade ist der nächstgelegene, größere Muskel und muss dementsprechend viel Arbeit leisten. Deshalb ist der Wadenmuskel auch sehr belastbar. Zerrungen, die durch Bewegungen im Alltag entstehen, sind deshalb eher selten. Die meisten Wadenzerrungen haben ihr Ursache im Sport, denn sie entsteht entweder durch einen schnellen, kraftvollen Antritt wie zum Beispiel bei einem Sprint aus dem Stand oder durch eine Überanstrengung wie sie beim Dauerlauf vorkommen kann, wenn der Läufer beispielsweise länger bergauf joggt. Bei einer leichten Wadenzerrung reicht es auch meistens, das Bein einen Tag lang still zu legen und anschließend im Alltag nicht allzu sehr zu belasten. Ist die Zerrung der Wade jedoch allzu schmerzhaft, empfiehlt es sich, das Bein längerfristig in keiner Weise zu belasten, da ansonsten Folgeverletzungen wie ein Muskelfaserriss oder gar ein kompletter Muskelriss entstehen können.

 

Die Symptome einer Wadenzerrung

  • Die ersten Symptome einer Wadenzerrung sollte man bereits ernst nehmen und am besten auch sofort richtig handeln. Ansonsten verschlimmert sich die Wadenzerrung in relativ kurzer Zeit, sprich: der Muskel entzündet sich heftiger. Deshalb sollte man sich vor allem als Hobby-Sportler schon im Vorfeld über Zerrungen und deren Symptome informieren.
  • Das erste Symptom einer Muskelzerrung ist ein leichtes Ziehen in der Wade. Gerade ungeübte oder allzu eifrige Sportler machen den Fehler, diese Ankündigung nicht ernst genug zu nehmen. Sie stellen nicht augenblicklich das Bein ruhig, sondern versuchen das Ziehen zu ignorieren und machen weiter mit dem Sport. Dabei wäre es an dieser Stelle richtig, das Bein wie gesagt ruhig zu stellen, hochzulegen und die betroffene Wade vor allem mit Eis oder Cooling-Pads zu kühlen. Durch die Kühlung wird die Entzündnug des Muskels eingedämmt und die Chancen, dass die Zerrung keine weiteren Probleme macht, sind realtiv hoch.
  • Wenn man die betroffene Wade nicht sofort kühlt, dann verschlimmert sich die Entzündung und es kommt zu einem empfindlichen Ansteigen des Schmerzlevels. Die Wadenzerrung jetzt noch zu ignorieren ist nicht mehr möglich und auch der eifrigste Sportler muss sich an dieser eingestehen, dass der Muskel mit Problemen zu kämpfen hat. Zudem wird die Bewegungsfreiheit, die zuvor noch gegeben war, eingeschränkt. Nicht selten kommt es auch zu einer Verkrampfung des betroffenen Wadenmuskels und damit steigt auch der Schmerzpegel weiter an.

 

Die richtige Therapie bei einer Wadenzerrung

  • Wie gesagt: das sofortige Kühlen des Wadenmuskels ist das eigentlich Wichtige und bringt die besten Chancen, einer schlimmeren Zerrung zu entgehen. Dafür muss man aber wie gesagt auf die Symptome achten und diese auch von Anfang an ernst nehmen. Meistens reicht es dann auch schon, die betroffene Wade einen Tag ruhig zu stellen und anschliessend relativ fest zu bandagieren. Natürlich sollte die Bandage nicht so stramm sein, dass die Durchblutung darunter leidet oder gar unterbrochen wird.
  • Wird die Wadenzerrung schlimmer, dann nehmen auch die Schmerzen zu und die Einnahme von leichten Schmerzmitteln bietet sich an. Das ist aber natürlich eine Frage der subjektiven Schmerzwahrnehmung. Außerdem kann man entzündungshemmende Medikamente einnehmen und entsprechende Salben auftragen.
  • Was bei einer Wadenzerrung nicht weiter hilft, sind Massagen. Wohl aber leichte Dehnübungen einige Male am Tag sind anzuraten, da diese die Durchblutung anregen und somit der Heilung zuträglich sind. Eine ausgewachsene Wadenzerrung braucht zur Heilung etwa 5 Tage, ähnlich wie bei der Oberschenkelzerrung, in denen das betroffene Bein so wenig wie möglich belastet wird.