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Rückenzerrung

Der Rücken des modernen Menschen ist seine Sollbruchstelle geworden.Muskelzerrung am Rücken

Wer noch körperlich schwer arbeitet oder einen Sport regelmäßig betreibt, bei dem die Rückenmuskeln entsprechend trainiert respektive gestärkt werden, der hat weniger Rückenprobleme als der Teil der Gesellschaft, welcher die meiste Zeit im Sitzen verbringt. In der modernen Dienstleistungsgesellschaft ist dies jedoch meistens der Fall. Man fährt mit dem Auto zur Arbeit, sitzt den ganzen Arbeitstag lang mehr oder weniger am Schreibtisch und setzt sich am Abend auf die Couch vor den Fernseher. Beim Sitzen jedoch werden die Rückenmuskeln so gut wie nicht beansprucht. Da ist es also kein Wunder, dass man früher oder später mit Rückenproblemen zu kämpfen hat. Dazu zählt auch die Rückenzerrung, wobei damit die Zerrung eines einzelnen oder eventuell gleich mehrerer Muskeln des Rückens gemeint ist.

Ursachen einer Rückenzerrung

Wie schon gesagt: die Rückenmuskeln der meisten Menschen in einer Konsumgesellschaft sind mitunter extrem unterentwickelt. Dass sich ein Muskel, der wegen mangelnder Belastbarkeit und Dehnbarkeit auch schnell mal verletzen kann, liegt quasi auf der Hand. Ein Bürohengst, der dann plötzlich mal das schwere Sofa anheben will, stöhnt nicht selten sofort auf, weil er sich dabei eine Muskelzerrung zulegt. Auch wer auf einmal ins Sportstudio rennt und nach Jahren des Nichtstun plötzlich hunderte Wiederholungen an den Sportgeräten macht, zieht sich dabei fast todsicher eine Zerrung der Rückenmuskeln zu.

Die Zerrung eines Rückenmuskels ist dabei noch die kleinste Verletzung, die man sich zuziehen kann. Eigentlich ist der Rückenmuskel bei einer Zerrung auch gar nicht in dem Sinne verletzt, sondern vielmehr entzündet er sich als Folge einer zu hohen Belastung oder einer Überdehnung. Nimmt man jedoch eine Rückenzerrung nicht ernst genung, kann diese zu weitaus schwerwiegenderen Folgeverletzungen wie zu einem Muskelsfaserriss oder einem kompletten Muskelriss führen. Eine solche Verletzung macht dann auch eine weitaus komplexere Behandlung und meistens sogar einen direkten Eingriff nötig. Bei der Rückenzerrung jedoch reicht es völlig aus, den Muskel ruhig zu stellen und die Symptome zu behandeln.

 

Symptome einer Rückenzerrung

  • Ist ein Rückenmuskel gezerrt, so macht er mit einem leichten bis mittelmäßigen Ziehen darauf aufmerksam. Wenn man dieses Anzeichen richtig erkennt und sofort mit der belastenden Tätigkeit aufhört, hat man gute Chancen, dass die Rückenzerrung ein relativ kleines und leicht zu behandeldes Problem bleibt, welches nach ein paar Tagen auskuriert ist. Auf jeden Fall sollte die betroffene Rückenpartie auch mit Eis oder mit Colling Pads als Sofortmaßnahme gekühlt werden, denn die Kühlung dämmt nämlich die Entzündung erfahrungsgemäß am besten ein. Trifft man diese Sofortmaßnahmen jedoch nicht und versucht stattdessen die ersten, leichten Symptome zu ignorieren und macht einfach mit der Tätigkeit weiter, welche die Rückenzerrung ausgelöst hat, kann aus der Zerrung schnell eine weitaus schlimmere Folgeverletzung wie ein Muskelfaserris beziehungsweise ein kompletter Muskelriss entstehen.
  • Wenn sich die Rückenzerrung verschlimmert, zeigt sich dies durch ein deutliches Ansteigen des Schmerzpegels. Außerdem wird die Bewegungsfreiheit, die der Muskel möglich macht, erkennbar eingeschränkt, da sich der Muskel auch noch verkrampft. Wer jetzt immer noch die Symptome ignoriert, erhöht die Chancen einer Folgeverletzung enorm.

Die richtige Behandlung einer Rückenzerrung

  • Wie gesagt, die ersten Maßnahmen bei einer Rückenzerrung sind immer das sofortige Ruhigstellen und die Kühlung des betroffenen Muskels. Um den Rückenmuskel ruhig zu stellen bietet es sich an, sich flach auf den Bauch zu legen, weil so die Rückenmuskeln am besten entspannen können. Die Kühlmittel – ob Eis oder Cooling-Pads – sind dabei mindestens 20 Minuten aufzulegen.
  • Wenn sich die Rückenzerrung verschlimmert und die Schmerzen allzu sehr zunehmen, kann der Betroffene entsprechend schmerzstillende Medikamente einnehmen. Ebenfalls hilfreich sind entzündungshemmende Mittel und entsprechende Salben. Diese werden am besten mit kreisenden Bewegungen mit leichten Druck in den Muskel hinein gerieben. Nicht hilfreich sind dagegen längere Massagen. Diese würden den Muskel eher unnötig reizen und die Entzündung unterstützen. Kurzes, leichtes Reiben an der betroffenen Stelle wiederum regt die Durchblutung an, was wiederum der Heilung zuträglich ist. Insgesamt darf man mit einer Heilungsdauer von etwa 5 Tagen rechnen, wenn man die nötigen Maßnahmen ergreift und den Muskel nicht unnötig belastet.