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BrustmuskelzerrungMuskelzerrung der Brust nach Training

Der Brustmuskel steht in direkter Verbindung mit der Schulter, auch wenn er als ein gesonderter Teil betrachtet wird. Involviert ist er aber trotzdem in die meisten Bewegungen der Schulter und des Armes. Vor allem bei kraftvollen Bewegungen nach vorne wird der Brustmuskel beansprucht und so ist er selbst bei untrainierten Menschen relativ belastbar. Zudem handelt es sich beim Brustmuskel um einen recht großen Muskel, was seine Anfälligkeit für Verletzungen auf jeden Fall mindert. Trotzdem kann man sich natürlich auch in der Brust eine Muskelzerrung zuziehen. Eine solche Brustmuskelzerrung ist die Folge entweder einer Überanstrengung oder einer Überdehnung des betroffenen Muskels. Eine Überdehnung kann zum Beispiel bei einer ruckartigen, kraftvollen Bewegung wie einem weitem Ausholen und Werfen entstehen. Eine Überarbeitung entsteht beispielsweise, wenn man zu lange mit zu schweren Hanteln trainiert. So oder so, die Folgen sind dieselben und auch die zu treffenden Maßnahmen und die Therapie ist in beiden Fällen gleich.

 

Symptome einer Brustmuskelzerrung

      • Als erstes spürt der Betroffene lediglich ein leichtes bis mittelmäßiges Ziehen im Brustmuskel. Wer also beim Weitwurf oder beim Hanteltraining auf einmal ein solch leichtes Ziehen spürt, sollte auf jeden Fall eine sofortige Pause einlegen und auf weitere Symptome achten. Wenn das Ziehen nicht sofort wieder nach einigen Minuten Ruhe vergeht, sollte der Brustmuskel zu dem auf jeden Fall gekühlt werden.
      • Verschlimmert sich die Brustmuskelzerrung, so merkt der Betroffene dies an einem deutlichen Ansteigen des Schmerlevels. Spätestens dann sollten auch die, die das leichte Ziehen noch auf die leichte Schulter genommen haben, mit der entsprechenden Tätigkeit aufhören und Sofortmaßnahmen ergreifen.
      • Oft verschlimmert sich die Zerrung des Brustmuskels dann auch noch und der Muskel verkrampft außerdem. Dadurch wird auch die Bewegungsfreiheit erkennbar, mitunter sogar empfindlich, eingeschränkt. Wer jetzt immer noch nicht handelt, der erhöht die Chancen einer weitaus schlimmeren Folgeverletzung wie einem Muskelfaserriss oder gar einem kompletten Muskelriss ungemein. Ist eine Brustmuskelzerrung noch relativ einfach zu behandeln und ihr Verlauf auch nicht besonders langwierig, sieht das bei einem Muskelfaserriss schon ganz anders aus.

 

Maßnahmen und die richtige Therapie bei einer Brustmuskelzerrung

 Ruhigstellen und Kühlen!  Diese beiden Sofortmaßnahmen dämmen die Zerrung des Brustmuskels am besten ein. Bei der Zerrung des Brustmuskels handelt es sich nämlich nicht um eine Verletzung im eigentlich Sinne, die einen Eingriff notwendig machen würde, sondern nur um eine Entzündung desselbigen. Die Kühlung erfolgt mit einem Eisbeutel oder mit entsprechenden Cooling-Pads. In jedem Fall sollte die Dauer der Kühlung mindestens 20 Minuten betragen.

Verschlimmert sich die Zerrung des Brustmuskels, nimmt auch der Schmerz spürbar zu. Je nach subjektivem Schmerzempfinden kann der Betroffene  schmerzstillende Medikamente  einnehmen.  Entzündungshemmende Mittel und entsprechende Salben  sind ebenfalls eine probate Behandlung und unterstützen die Heilung.

In jedem Fall ist aber  vor allem Ruhe  angesagt. Um den Brustmuskel ruhig zu stellen, bietet es sich an, eine sogenannte Schulterschlaufe anzulegen und den Arm ruhig zu stellen. So ist die Bewegungsfreiheit auf einer Seite zwar extrem eingeschränkt, dafür kann der Betroffene aber am Alltag teilnehmen, solange er dabei keine Tätigkeiten übernimmt, welche den gezerrten Brustmuskel unnötig beanspruchen und die Entzündung weiter reizen.

In der Regel reicht es völlig aus, diese Maßnahmen für 5 Tage einzuhalten, damit die Brustmuskelzerrung ausgeheilt ist. Ruhig stellen, hin und wieder Kühlen und durch leichte Übungen wie das An- und Entspannen des Muskels die Durchblutung anregen – wenn man sich daran hält, ist die Brustmuskelzerrung kein großes Problem.